Weltweit tragen rund 150 Millionen Menschen Brillengläser der deutschen Carl Zeiss Vision (CZV). Die Umsätze des Unternehmens ermöglichen ein ebensolches Forschungsbudget – mit entsprechenden Ergebnissen. i.Scription ist eines davon.
i.Scription ist ein Optimierungsalgorithmus, der auch die sogenannten «Fehler höherer Ordnung» bei der Berechnung der Brillengläser berücksichtigt. Diese Fehler sind verantwortlich für die unscharfen Kontraste im Dämmerlicht oder in der Nacht, die besonders im Strassenverkehr heikel sein können.
Auch die Kunden von Urech Optik kommen mit i.Scription in Berührung, und zwar immer dann, wenn sie durch den vollautomatischen i.Profiler blicken. Dieses Sehprüfgerät misst die Augen aus, indem es sie mit einem feinen Lichtstrahl aus Infrarotwellen «abtastet».
Das Auge reflektiert dieses Licht zurück in das Sehprüfgerät. Würde dort das Licht in einer ebenen Front eintreffen, dann wüsste das Gerät: Dieses Auge bildet perfekt ab. Meistens aber treffen diese Lichtwellen nicht in einer gleichmässigen, sondern in einer ungleichmässigen Form ein. Die Unebenheit dieser «Wellenfront» ist bei jedem Auge anders, und sie gibt Aufschluss über einige wichtige «Fehler höherer Ordnung» – und damit über Korrekturbedürftigkeiten des Auges, die über die bisher messbaren Korrekturbedürftigkeiten wie Kurz- oder Weitsicht oder Hornhautverkrümmungen hinausgehen.
Hier kommt i.Scription zum Einsatz: Der Algorithmus analysiert das zurückgeworfene Licht, erkennt die Unebenheiten der Wellenfront und lässt dann die entsprechenden Werte in die Produktion der Brillengläser einfliessen.
Der neue Messansatz vermag in einem individuelleren Mass als bisher zur Verbesserung des Sehens beizutragen, und zwar nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv: Die Universitätsaugenklinik Jena und die Carl Zeiss Vision haben diesen Ansatz in einer klinischen Studie im Doppelblindversuch erprobt. Bei einem grossen Teil der Testpersonen wurde die objektiv gemessene Kontrastsensibilität verbessert, wenn sie eine Brille bekamen, deren Korrektur mit dem i.Scription-Algorithmus berechnet wurde.
Eine höhere Kontrastsensibilität schlägt sich sichtbar und konkret nieder: Farben erscheinen intensiver, bei Nacht oder bei Dämmerlicht sind Konturen klarer, die Schärfentiefe ist intensiver. i.Scription-Gläser reduzieren auch die Reflexionen und Überstrahlungen, was gerade in lichtschwachen Situationen zum Tragen kommt, insbesondere im Verkehr.