Liebe Leserinnen und Leser Seit 2015 gestalten Karin und ich die Eigenkollektionen bei Urech Optik – mal aus feinem Baumwollacetat, mal aus edlem Büffelhorn. Wir haben sechs Kollektionen entwickelt, die unsere Handschrift tragen. Für die siebte wollten wir bewusst neue Impulse setzen. Also haben wir die kreative Leitung weitergegeben – an ein Teammitglied, das vor Ideen nur so sprüht. Selina Kiser, unsere stets gut gelaunte und kreative Mitarbeiterin, näht ihre Kleider gerne selbst, auch schon mal aus Mikrofasertüchern. Sie weiss kaum, wohin mit Fantasie, Tatendrang und Vorstellungsvermögen. Aber wir wissen es. «Selina», sagten wir, «hast du Lust, eine neue YOURECH-Kollektion zu entwerfen?» Und wie sie hatte! Sechs unterschiedliche YOURECH-Fassungen hat Selina kreiert. Sie hat das faszinierendste Abfallprodukt der Natur nicht nur verwertet, sie hat es veredelt. Gefertigt wurden die Fassungen von Noosh Optix in Chur, sprich: von Pascal Nüeschs ruhiger Hand. Pascal ist unser Experte für Büffelhorn mit einem feinen Gespür für den perfekten Schliff. Gutes Design benötigt gutes Handwerk. Die neuen Unikate von YOURECH verbinden beides. Herzlich, Ihre Mary Urech Design und Handwerk. «Eigentlich wollten wir in Paris Kleider shoppen...» Mary Urech Editorial Kindersonnenbrillen Porträt UV400-Schutz, robustes Polycarbonat, elastische Federscharniere, poppige Farben und Formen in allen Grössen, und trotzdem richtig preisgünstig – solche Kinderbrillen sind selten zu finden. Bei Urech Optik gibt es sie. Eine Kindersonnenbrille muss einen guten Sonnen- und UV-Schutz bieten. Hart im Nehmen muss sie sein, damit sie unsanfte Landungen im Sandkasten übersteht. Und preisgünstig, damit es nicht zu sehr schmerzt, wenn das Kind die Brille irgendwo liegen lässt. Letzteres passiert allerdings seltener, wenn die Sonnenbrille so cool und unverwechselbar aussieht, dass das Kind sie gar nicht mehr absetzen will. Die Auswahl an preiswerten und trotzdem stylischen Sonnenbrillen für Kinder ist sehr gering. Doch bei Urech Optik ist sie diesen Sommer um vierzig weitere poppige Modelle gewachsen. «Eigentlich wollten wir in Paris Kleider shoppen», sagt Mary Urech, «aber dann haben wir mit Hello Hossy auch noch einen neuen Brand für Kindersonnenbrillen entdeckt. Ein echter Glücksgriff.» Die Modelle für die Kleinsten bieten eine Befestigung am Hinterkopf. Und für die Astronautenfans unter den Kids gibt es auch Shield-Sonnenbrillen, wie ihre Eltern sie auf der Piste tragen. So viele, so stylische, so robuste und so günstige Sonnenbrillen für Kinder gibt es halt in einem Familienunternehmen, dessen Familien so einiges unternehmen. Vorweg: Hast du den Streckenrekord geschafft? Robin Gemperle: Ja, das habe ich. Die offizielle Bestzeit lag bei 13 Tagen und 2 Stunden. Ich fuhr nun einen inoffiziellen Rekord von 11 Tagen und 19 Stunden. Was heisst inoffiziell? Ich musste einem Waldbrand ausweichen und darum die offizielle Route verlassen. So wurde mein Rekord inoffiziell, obwohl mir der Umweg deutlich mehr Kilo- und Höhenmeter beschert hatte. Fies. Das sind die Regeln. Der letzte inoffizielle Rekord lag übrigens bei über 12 Tagen. Bisher war man einhellig der Meinung, unter zwölf Tagen sei diese Distanz nicht zu schaffen. Du warst ja grossenteils allein unterwegs, oft in der Wildnis. Was passiert da eigentlich, wenn etwas passiert? Dann musst du das Problem lösen. Auf der Divide Route trifft man so alle halbe Tage mal jemanden an. Allerdings hast du einen GPS-Tracker dabei, dank dem man online deine Fahrt mitverfolgen kann, und der bietet einen Button für Notfälle. Wenn man täglich bis 20 Stunden im Sattel sitzt, hört man da Musik? Manchmal Musik, manchmal Podcasts, aber sehr oft auch nichts. Nämlich dann, wenn du den Kopf bei der Sache haben oder dich einfach auf deine Energien konzentrieren musst. Musik kann zu emotionalen Schwankungen führen, und wenn du die Musik dann abstellst, fällst du in ein Loch. Man muss sie darum sehr bewusst einsetzen. Schläfst du im Zelt? Nein. Ich etappiere meine Fahrt möglichst so, dass ich in einem Motel schlafen kann. Der Erholungswert ist höher und ich brauche statt eines Zeltes nur einen Notschlafsack mitzunehmen, das mindert das Gewicht. Der Schlafsack kam nur zweimal zum Einsatz. Hand aufs Herz: Wieso tut man sich sowas an? Ehrgeiz? Natürlich spielt Anerkennung eine Rolle. Es ist schön, etwas zu erzählen zu haben. Ein Sportler definiert sich über Leistung und Aufmerksamkeit. Aber es ist auch eine interessante Herausforderung, ein Erlebnis. Mich fasziniert es, aus eigener Kraft auf einem Bike so vorwärts zu kommen. Was verbindet dich mit dem Aargau? Es ist mein Heimatkanton. Aber ich bin mehr Aarauer als Aargauer. Die Stadt bietet nicht nur das Dörfliche, das manche belächeln, sondern auch das Urbane. Und ich habe viele Freundschaften hier. Die Region ist übrigens optimal zum Trainieren. Das Einzige, was fehlt, ist ein längerer Aufstieg, die Salhöhe hat man in einer halben Stunde geschafft, aber sonst findet man alles, was es zum Mountainbiken braucht. Hello Hossy! 11 Tage, 19 Stunden Architekt Robin Gemperle ist der zäheste Kunde von Urech Optik. Diesen Sommer durchquerte er mit dem Mountainbike die USA auf der Tour Divide: 4418 km, 61'000 Höhenmeter, von Kanada bis Mexiko – allein, entlang der kontinentalen Wasserscheide (Divide). Man muss Lebensmittel einteilen, Unterkünfte suchen oder biwakieren und möglichst keine Grizzlybären verärgern. Und weil die Route unmarkiert ist, muss man auch den Weg selbst finden. CRACKS FOR CRACKS. «Ich trage eine Oakley Sphaera von Urech Optik. Bei Urech Optik arbeiten SportbrillenCracks, und Oakley stellt mir die Brille zur Verfügung. Ich bin ein Fan der Prizm-low-lightGläser. Sie dunkeln nicht ab und sind im Normalzustand relativ hell. So kann ich auch nachts fahren, wie das bei Ultrarennen der Fall ist, ohne dass ich Gläser oder Brille wechseln muss. Das Wichtigste an einer Sportbrille ist für mich der Sitz. Die Brille darf nicht runterrutschen. Würde ich klassische Radrennen fahren, dann würde auch das Blickfeld eine Rolle spielen, da schaut man auch mal nach hinten oder auf die Seite und beobachtet die Konkurrenz. Aber bei einem Ultrarennen kannst du dorthin schauen, wo du hin willst.» Robin Gemperle ZWEITER TRIUMPH Im August hat Robin auch das legendäre Silk Road Mountain Race in Kirgisistan gewonnen. Das Rennen zählt zu den härtesten Bikepacking-Wettkämpfen der Welt: 1924 Kilometer, fast 28'000 Höhenmeter und eine Route durch abgelegene Hochgebirgsregionen, die selbst erfahrene Fahrer an ihre Grenzen bringt. Er meisterte die Strecke in 6 Tagen, 20 Stunden und 36 Minuten – und das unter extremen Wetterbedingungen, mit Regen, Kälte und teils unpassierbaren Wegen – mit Bike auf den Schultern. Der Sieg in Kirgisistan unterstreicht Gemperles aussergewöhnliche Saison – wir wünschen ihm weiterhin viel Spass, Erfolg und besten Durchblick.
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