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Falls Sie ein Auto fahren, liebe Leserin, lieber Leser:

Haben Sie die Sommerpneus schon montiert?

Ich habe lange gemeint, Winter- und Sommerpneus

würden sich nur durch das Profil unterscheiden.

Dabei ist die Konsistenz des Gummis wichtiger. Som-

merpneus sind härter, weil sie auch auf der heissen

Strasse die Bodenhaftung behalten sollen. Winter­

pneus sind weicher, damit sie auch bei minus zwanzig

Grad nicht versteifen.

Jetzt kann man sich ausrechnen, dass die sogenannten

Ganzjahresreifen von allem nur «ein bisschen» sind.

Im Sommer ein bisschen zu weich und im Winter ein

bisschen zu hart. «Weder im Sommer noch im Winter

die beste Lösung», schreibt der TCS.

Mit den Brillen ist es ähnlich. Man kann durchaus mit

derselben Brille den Horizont als auch den Bildschirm

vor der Nase scharf sehen. Aber täglich drei Stunden

am Bildschirm mit einer Brille für die Weite, das ist

auch nur «ein bisschen». Ein bisschen angenehm.

Darum: Im Sommer Sommerpneus und am Bildschirm

eine Nahkomfortbrille.

Und an der Aare eine Sonnenbrille.

Herzlich

David Urech

Edi tor ial

Mehr als ein bisschen.

David Urech

Haben Sie die Sommerpneus

schon montiert?

«

»

Moderne Brillen und Linsen können immer

präziser auf die Beanspruchung der Augen in

spezifischen Situationen abgestimmt werden.

Die Frage ist, wie viel Präzision man wünscht.

Dieter Urech, wann soll man seine Sehhilfe

anpassen: Sobald man merkt, dass sich das

Sehvermögen verändert, oder erst, wenn einen

diese Veränderung zu stören beginnt?

Das kann man nicht pauschal sagen. Bei mir selber ist

das deckungsgleich: Sobald sich mein Sehvermögen

verändert, stört es mich auch. Das dürfte den meisten

Visus-orientierten Menschen so gehen. Andere neh-

men es nicht sofort wahr, wenn ihr Sehvermögen

schlechter wird. Dieser Prozess verläuft sehr langsam

und schleichend.

Man kann eine Verschlechterung des

Sehvermögens auch verdrängen.

(lacht) Absolut. So wie die Kalkanzeige der Kaffeema-

schine oder die Serviceanzeige des Autos oder wie

Interv i ew

Gezielter kombinieren.

Warnsignale in Beziehungen. Hin und wieder muss

ich staunen, wie gut Menschen im Verdrängen von

Sehproblemen sind. Da erlebt man erstaunliche Lei-

denstoleranz.

Ist es nicht auch oft Zeitmangel?

Anfangs sicher. Aber der Zeitmangel zeigt ja an, wel-

che Prioritäten jemand setzt und welche nicht. Die

Augen sollten hohe Priorität haben. Unsere Kundin-

nen und Kunden wissen das. Darum kommen sie ja zu

uns. Ihnen ist bewusst, dass jeder Mensch nur zwei

Augen hat.

Kann man auch bewusst mit einem tiefen

Sehkomfort leben?

Selbstverständlich. Zwischen dem Bestmöglichen und

dem Bestnötigen gibt es Raum. Und unsere Kundin-

nen und Kunden wissen in der Regel, wo sie sich dies-

bezüglich am wohlsten fühlen, wo ihre Prioritäten

sind. Aber eines ist ganz klar, und das vermitteln wir

auch: Wer einmal einen hohen Sehkomfort erlebt hat,

«

Wir haben fantastische

Möglichkeiten.

»

merkt richtig, was ihm vorher gefehlt hat. Wenn ein

Kunde sich dann für etwas Besseres entscheidet und

ein begeistertes Aha-Erlebnis hat – das ist für mich

etwas vom Schönsten.

«Hoher Sehkomfort» heisst im Wesentlichen

ja einfach «scharf sehen», oder?

Nein. Scharf sehen ist das Ziel, aber den Weg dorthin

kann man mehr oder weniger komfortabel gestalten.

Der Alltag jedes einzelnen Menschen besteht aus

einer unverwechselbaren Abfolge von Ereignissen

und Gewohnheiten. Also benötigt auch jeder Mensch

eine andere Kombination an Gläsern, Linsen, Pflege-

mitteln, Service und Beratung. Darum wollen wir un-

sere Kundinnen und Kunden gut kennen. Nicht nur ihr

Sehvermögen und ihr Modebewusstsein, sondern

auch die Beanspruchung der Augen in ihrem Lebens-

alltag, ihre Gesundheit, ihr Sicherheitsbewusstsein

und ihren Anspruch an Sehkomfort. So finden wir

zusammen die situativ besten Sehhilfen.

Was heisst «die situativ besten Sehhilfen»?

Für ein perfektes Sehvermögen in jeder Situation

müsste man je eine spezifische Sehhilfe einsetzen.

Aber niemand will ein Dutzend Brillen und/oder Lin-

sen. Alltagsgläser decken zwar mehr Bedürfnisse ab,

genügen diesen aber zwangsläufig weniger gezielt.

Unsere Aufgabe ist es, jene individuell richtige Mi-

schung zwischen Präzision und Kompromiss zu fin-

den, die möglichst viele Alltagssituationen einer Kun-

din und eines Kunden möglichst gut abdeckt. Immer

mehr Kunden ziehen allerdings die gezieltere, perfek-

tere Lösung vor.

Wie viele Brillen und Linsen haben die

Kundinnen und Kunden bei Urech Optik?

Manche sind nach wie vor mit einer einzigen Sehhilfe

glücklich. Die meisten haben zwei, drei Sehhilfen. Lin-

senträger tragen meist auch Brillen. Gerade sie nut-

zen die Stärken der verschiedenen Sehhilfen dort, wo

sie am besten zum Tragen kommen. Aber wir haben

auch Kundinnen und Kunden mit vier oder fünf Seh-

hilfen.

Spielt das Modebewusstsein eine grosse

Rolle?

Sicher auch. Aber entscheidender ist, in welcher

Bandbreite die Augen beansprucht werden, wie ab-

wechslungsreich oder extrem die Sehverhältnisse im

Alltag sind. Wer dynamisch lebt, wer zwischen Büro,

Tennisplatz und Leseecke switcht und seinen Blick

zwischendurch ständig auf Displays oder Armaturen

richtet, beansprucht seine Augen entsprechend. Die

meisten Kundinnen und Kunden spüren hier den Vor-

teil spezifischer Sehhilfen und setzen situativ auf ihre

Brille mit Nahkomfortgläsern, ihre Gleitsichtbrille für

den Alltag, ihre Sportbrille oder Linsen. Wir haben

fantastische Möglichkeiten – und immer mehr Kun-

den schöpfen sie auch aus.