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Mit Pappel, Nuss- und Kirschbaum lassen sich

Möbel schreinern, Räume einrichten oder –

tatsächlich – Brillengläser fassen. Davon zeugt

eine feine Selektion aussergewöhnlicher und

unglaublich leichter Holzfassungen, die recht­

zeitig auf Herbst und Winter bei Urech Optik

zur fröhlichen Begutachtung und Anprobe be­

reitliegt.

Hölzer können leicht sein oder schwer, hart oder

weich, steif oder elastisch, fein oder grob gemasert.

Immer aber sind sie natürlich, warm und sinnlich.

Und damit das perfekte Trägermaterial für Brillen­

gläser. Die nötigen technischen Möglichkeiten sind

inzwischen vorhanden.

Einige der stilvollen Fassungen bei Urech Optik stam-

men aus einer kleinen Manufaktur unweit von Udine

im Friaul. Hier fertigt der Naturfotograf und Schreiner

Doriano Mattellone zusammen mit dem Architekten

und Designer Matteo Ragni und seinem Team Brillen­

fassungen aus Holz für Individualisten mit dem Flair

für das Besondere.

Ihr Label heisst w-eye. Ihre Fassungen bestehen aus

zwei Schichten Aluminium und fünf Schichten Holz­

furnier von je einem halben Millimeter Dicke. Von den

Furnieren aus 26 Holzarten kombinieren die Hand­

werker jene, die optisch und mechanisch am besten

harmonieren. Diese ordnen sie so an, dass die Fasern

mal horizontal, mal vertikal verlaufen. Das macht die

Furnierschichten widerstandsfähig und gleichzeitig

elastisch.

Mehrere der Modelle von w-eye kommen gänzlich

ohne Scharnier aus. Der Preis: Die Bügel lassen sich

nicht einklappen. Anpassungen sind nur beschränkt

möglich, die Brille muss also perfekt sitzen. Die

Belohnung für die Glücklichen, bei denen dies der

Fall ist: das absolut unwiderstehliche Design einer

Brille, die geformt ist aus einem einzigen Stück. Die

handgefertigten Fassungen von w-eye sind in der

Schweiz in nur vierzehn Fachgeschäften erhältlich.

Urech Optik führt die vollständige Kollektion von 20

Modellen. Eins davon trägt auch Beatrice Staffelbach.

Ausserdem wurden 17 Modelle des italienischen

Labels FEB31st in das Urech-Sortiment aufgenommen.

Diese Fassungen aus Pappelholz sind eine Spur

markanter, kantiger. Und sie lassen es zu, mit Farben

zu spielen. Angela Wyser betreut die Kollektion: «Wir

haben eine Standard-Farbpalette, aber wenn ein

Kunde eine andere Farbe wünscht und beispielsweise

eine Front aus Hellholz mit einer grünen Innenseite

kombinieren möchte, dann können wir das innert

fünf, sechs Wochen so anfertigen lassen.»

Die Holzfassungen sind speziell geölt und damit gut

geschützt. Dennoch bleibt Holz ein lebendiges Natur­

produkt. Feb31st rät beispielsweise davon ab, ihre

Brillen unter fliessendem Wasser zu reinigen. Bei den

w-eye-Fassungen ist eine kurze, sorgfältige Reini­

gung mit Wasser möglich. Aber wie für alle anderen

Fassungen gilt: Am schnellsten sauber und klar

werden sie mit den Mikrofasertüchlein von Urech

Optik.

Seit wann Sévérine Schwaller frisch und fründ­

lech eine Brille aus federleichtem Pappelholz

trägt – und was es mit der Form ihrer Nase zu

tun hat.

Im Mai 2012 kam Sévérine Schwaller aus Seon von

ihrer dreimonatigen Reise durch Südamerika zurück.

Im Linsenzentrum von Urech Optik sei eine Stelle frei,

sagte ihre Bekannte Beatrice Staffelbach. Sévérine

hatte den Jetlag noch kaum überstanden, als sie sich

bei Urech Optik bewarb. Extrem schnell sei das alles

gegangen, wundert sie sich noch heute. Als gelernte

Malerin und technische Kauffrau sei sie im rein

administrativen Bereich eigentlich eine Quereinstei­

gerin gewesen, doch «Steffi Urech, Stefanie Böhm

und Marianne Spycher haben mich sehr gut eingear­

beitet.»

Inzwischen ist Sévérine Schwaller nicht nur für die

Administration in der Linsenabteilung zuständig, son­

dern betreut zudem den Einkauf bei zwei Herstellern

von Sonnenbrillen. Sie arbeitet bei Urech Optik also

hauptsächlich hinter den Kulissen. Damit kommen vor

allem Sévérines Kolleginnen und Kollegen in den Ge­

nuss ihrer ausgesprochenen Freundlichkeit. «Sévérine

sieht sofort, wo was zu tun ist», sagt Stefanie Böhm,

«für unsere Linsenabteilung und unser Backoffice ist

sie eine riesige Unterstützung.»

Seit Dezember 2012 trägt Sévérine Schwaller als erste

Mitarbeiterin von Urech Optik eine Brille mit Holz­

fassung. Das Modell stammt aus der ersten Serie, die

bei Urech Optik eintraf, von der italienischen Marke

FEB31st. Sie hätte noch nie zuvor so etwas gesehen,

erinnert sich Sévérine Schwaller, und sie empfindet

ihre Brillenfassung bis heute als etwas Besonderes.

«Die Brille passt wunderbar zu mir. Ich hab eine relativ

schmale Nase, Kunststoffbrillen sitzen bei mir eher zu

tief. Diese sitzt perfekt. Und sie ist sehr leicht.»

Beim Volley- und Beachvolleyball allerdings geht

Sévérine kein Risiko ein, zumindest nicht, was ihre

geliebte Holzbrille betrifft. Hier bevorzugt sie ihre

Monatslinse, die Biofinity Toric von Cooper Vision.

Sévérines Holzfassung

Sévérine Schwaller trägt «Apus Air», das der

Mailänder Designer Valerio Cometti für

den ebenfalls italienischen Hersteller FEB31st

gestaltet hat. Die handgefertigten Fassungen

dieses Labels bestehen aus 13 Schichten speziell

geöltem Pappelholz, sorgfältig ausgesucht

und FSC-zertifiziert. Mit 21 Gramm Gewicht sind

sie ausgesprochen leicht. Der hölzerne Finish

der FEB31st-Fassungen lässt sich frech kontras­

tieren durch knallige Farbtöne auf den Innen-

oder auch Aussenseiten. Sévérine entschied sich

für eine Front aus Dunkel- und eine Innenseite

aus Hellholz.

Br i l l enfassungen

Die Holzfassungen kommen an.

Sie trägt die Natur immer im Gesicht:

Sévérine Schwaller aus der Linsenabteilung.

Hölzer sind natürlich,

warm und sinnlich

.

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