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Der erste Abend nach der Autofahrt in die

Toscana war wunderschön – mit einem gu­

ten Nachtessen unter den Zitronen- und

Orangenbäumen von Buggiano, rund 60 km

westlich von Florenz. Es wurde spät in dieser

Nacht auf Sonntag. Am Morgen nach dem

Brunch fuhr eine Gruppe nach Lucca, gut

20 km von Pisa entfernt. Lucca sei einst eine

der einflussreichsten europäischen Städte ge­

wesen, heisst es, und tatsächlich beeindruckte

der Ort mit imposanten Kirchen, imposanten

Piazze und einem imposanten Gewitter.

Die zweite Gruppe wanderte hinauf auf den

Colle di Buggiano. Etwas später kam auch

das Gewitter an. Tropfnass standen die Wan­

derer nach ihrer Rückkehr wieder vor «ih­

rer» Villa Sermolli. Doch war da weder

Mensch noch Schlüssel. Dieter Urech, ganz

Gentleman, kletterte über das riesige Tor und

Event

Der Superfreitag.

Wettermässig war 2011 bisher launisch, aber

am Freitag, 6. Mai waren die Verhältnisse,

wie sie bei einem Profi-Training unter Bikern

sein sollten: trocken, mild und gut gelaunt.

Zumindest im Bike-Park Gränichen. Ange­

leitet wurden die 40 Bikerinnen und Biker

vomSchweizer Head Coach Beat Stirnemann,

sowie vonMatthias und Kathrin Stirnemann,

Michelle Hediger und ihrem 14-jährigen

Bruder und Nachwuchs-Biker Stephan. Res

Schnetzler zelebrierte nach dem traditions­

reichen Urech-Event ein Fondue, sodass die

Bikerinnen und Biker den Tag im wahrsten

Sinn des Wortes «rührend» abschlossen.

öffnete die Türe der Villa von

innen, um seine völlig durch­

nässten Begleiterinnen vor dem

Erfrierungstod zu bewahren. Den

Abend rundeten die Abenteurer mit

einer Weindegustation und einem aus­

gezeichneten Nachtessen ab, zufrieden und

wieder trocken.

Der Montag gehörte ganz Florenz. Die

Jubiläums-Reisenden erklommen 414 Stufen

auf den Campanile, der beruhigenderweise

etwas senkrechter steht als sein schräger

Vetter in Pisa. Dass die Frauen beim Blick

über Florenz in erster Linie die Shopping-

Viertel zu orten versuchten, muss als Un-

terstellung in aller Form zurückgewiesen

werden – das anschliessende Flanieren und

Shoppen machte geschlechterübergreifend

Freude. Dem Besuch im Palazzo Vecchio

folgte das Nachtessen im Ristorante St. Elena,

wiederum in Buggiano, abseits vomRummel.

Eine letzte Nacht imCastello «ihrer» Villa, ein

sonniger und warmer Dienstagmorgen mit

einem feinen Brunch und einer grandiosen

Aussicht über die Toscana – es war ein feiner

Abschluss einer erinnerungswürdigen Reise.

Juhubi l äum

Von Gewittern und Genüssen.